Leblon - Artikel
Leblon
Leblon ist eines der wohlhabendsten Viertel von Rio und neben Santa Teresa Wohnort von vielen wirklichen (João Ubaldo Ribeiro, Chico Buarque) sowie Möchtegern-Kunstschaffenden. Die Atmosphäre ist nochmals etwas ruhiger und gediegener als in Ipanema, man hat sogar eigene (blau-weiße) Straßenschilder. Es liegt in der selben Bucht wie Ipanema, abgeteilt durch den Kanal und Park Jardim de Alah. Die westliche Begrenzung bilden die markanten Felsen Dois Irmãos ("Zwei Brüder"). Im Nordwesten sind dies die Lagoa und der Joquei Clube mit seiner Pferderennbahn.
Nur etwas weiter die Avenida Niemeyer Richtung São Conrado entlang, erreicht man viele Motels bequem mit dem Taxi. Wobei Motels in Rio nicht etwa Übernachtungsmöglichkeiten für Autoreisende, sondern Stundenhotels sind. Da viele Cariocas mit der Familie auf engstem Raume leben und zumindest den "katholischen Anschein" wahren wollen, gehen Pärchen aus Mangel an sicheren Parks und Ecken eben in ein Motel. Die Motels haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu Hotelzimmern, sodaß sie für Aufgeschlossene durchaus eine Alternative zu normalen Hotels sind. Schlafen kann man hier schließlich mindestens genauso gut.
Busse mit Endziel Leblon halten relativ zentral am Praça Antero de Quental. Gute Orientierungshilfen sind die angrenzende senkrecht zum Strand verlaufende Avenida Bartomomeu Mitre mit den beiden Marina Hotels direkt am Strand, die ebenfalls angrenzende Avenida Ataulfo de Paiva parallel zum Strand, das runde Rio-Design Hochhaus im Osten und die Dois Irmaos im Westen. Auch Nachts kann man sich bis auf Ausnahmen (direkt am Jardim de Alah und am nörlichem Rand, Richtung Tunnel nach Barra) frei bewegen.
Am Abend ist die Rua Dias Fereira und deren östliche Verlängerung Rua Conde de Bernadotte mit einer Vielzahl von Restaurants und Bars Ziel vieler wohlhabender Cariocas. In der Rua Rua Conde de Bernadotte, relativ nahe des Jardim de Alah und der Lagoa, findet sich die Academia de Cachaça in Sichweite des großen Sendas-Supermarktes und des eigentlichen Marktes (Cobal). Geht man nun in Richung Westen (der Dois Irmãos), finden sich an beiden Straßenseiten eine Vielzahl von Restaurants der gehobenen Preisklassen. Man bewegt sich fast parallel zur Avenida Ataulfo de Paiva, bis sich die Rua Dias Fereira schließlich mit dieser im westlichen Ende von Leblon trifft. In der Nähe befinden sich hier Horti-Fruti, ein auf Obst und Gemüse spezialisierter Supermarkt, Buchhandlungen und Cafés. Die Avenida Ataulfo de Paiva zurück in Richtung Ipanema laufend, trifft man unter anderem auf das kleine, teure Jobi und die Padaria Rio-Lisboa (24 Stunden geöffnet). Das Rio Design Center mit dem markanten runden Hochhaus wieder fast am Jardim de Alah ist zwar kein Schnäppchenmarkt, hier findet man jedoch auch nach europäischen Standards tragbare Mode und alles für die geschmackvollere Inneneinrichtung.
Die Avenida General San Martin einen Block vom Strand entfernt ist ebenfalls einen Spaziergang wert. Die sehr geschmackvoll eingerichtete Saftbar Juice Co., das Restaurant Guapaloco, und der Club Melt - von Ost nach West - befinden sich hier. Vom Parque Morro dois Irmãos aus hat man einen schönen Blick über Leblon, Ipanema und die Lagoa. Der Zugang zum Park ist etwas versteckt, einfach in die erste Querstraße der Av. Visconde de Albuquerque von Strand aus abbiegen und eine sich windende asphaltierte Straße hinauflaufen. Der Strand selbst ist gut besucht. Am westlichen Ende (Richtung Felsen) befindet sich ein Surfspot für Fortgeschrittene, welcher lagebedingt meist gute Wellen hat, wenn diese in Arpoador nicht laufen.
Aktivitäten
- Einkaufen oder Bummeln im Rio Design Center
- Spaziergang durch Alto Leblon (es gibt nur eine Straße, welche ganz hinauf geht und dann wieder hinab)
- Parque Dois Irmãos (siehe Karte)
Nachtleben
- Restaurants/Bars an der rua Dias Ferreira/Ataulfo de Paiva
Bekannte Clubs:
- Melt (rua Rita Ludolf 47, im Westen von Leblon nahe dem Strand)
- (00 - eigentlich in Gávea, aber sehr schnell erreichbar)


