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Urca
Urca ist ohne Zweifel einer der schönsten Stadtteile Rios. Trotz der vielen Touristen, da sich hier der Zuckerhut befindet, ist es gleichzeitig ein sehr ruhiges Wohnviertel. Fährt man die große Hauptstraße (die Avenida Pasteur) in Richtung Praia Vermelha, liegen auf der rechten Seite das Gelände der Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ) sowie diverse Institute und militärische Einrichtungen. Das Militär war in Urca durch die strategische Lage am Eingang der Bucht von Guanabara schon immer sehr präsent. Auch heute noch ist die Mehrzahl der Gebäude direkt an der Praia Vermelha nicht zivil. Diese Eigenheit führt neben der gutbürgerlichen Viertel dazu, das Urca ein sicherer Stadtbezirk ist. Auf der linken Seite der Av. Pasteur befinden sich nach dem Yachtclub viele kleine Seitenstraßen mit Häusern und Gärten.
Die Touristenbusse parken auf dem Praça General Tibúricio, direkt vor der Bodenstation der Seilbahn zum Morro da Urca und Zuckerhut. Die angrenzende Praia Vermelha hat ihren Namen auf Grund des rötlichen Sandes. Obwohl Sie ein durchaus beliebter Badestrand ist, ist die Wasserqualität schlecht. Auf der der rechten Seite der kleinen Bucht, direkt am Strand, befindet sich ein kleines a-kilo Restaurant des Militärs mit einer grandiosen Aussicht, welches auch für Zivilisten zugänglich ist. Linkerhand des Strandes beginnt die Pista Cláudio Coutinho. Sie führt am Fuße des Morro da Urca entlang. Bei einer Biegung (scharfer Knick sichtbar auf der Karte) geht ein kleiner Waldweg ab, über den ein Aufstieg zum Morro da Urca möglich ist (circa eine halbe Stunde - nur ein steiler Waldpfad und kein Klettern, man kann die Seilbahntickets auch auf dem Morro da Urca kaufen). Am Ende der Pista kann man an einem Bauwerk vorbei im Gelände um den Zuckerhut herumgehen und auf diesen Hinaufsteigen. Auf diesem Pfad hat man eine schöne Sicht nach Niterói auf anderen Seite der Bucht. Der Aufstieg ist bis auf eine 10 Meter hohe Steilwand ohne Kletterausrüstung möglich. Jedoch sollte man darauf achten, das die Felsen bei Regen sehr schmierig werden und nach Regenschauern noch einige Tage lang Wasser auf den Felsseiten abläuft. Der Aufstieg bis zur Steilwand braucht einige Zeit, ein guter Sonnenschutz ist empfehlenswert.
Wer sich für die bequeme Variante Seilbahn entscheidet, bezahlt pro Person 30 Real. Sowohl auf der Seilbahn-Zwischenstation auf dem Morro da Urca (Noites Cariocas und elektronische Musik), als auch auf dem Zuckerhut werden (seltener) werden regelmäßig Parties verantstaltet. Die Seilbahn ist im Eintrittspreis einbegriffen. Der Sonnenaufgang nach einer durchfeierten Nach ist mit Sicherheit ein unvergeßliches Erlebnis. Wer das entsprechende Geld hat, kann von der Plattform auf dem Morro da Urca aus Helikopterrundflüge buchen. Morro da Urca und Zuckerhut werden übrigens aus Tier/Pflanzenschutzgründen seit 2005 Nachts nicht mehr von Scheinwerfern angestrahlt, wie man es vielleicht noch auf Fotos gesehen hat. Nach der Rückkehr zur Bodenstation ist ein Rundgang in Richtung Avenida Portugal empfehlenswert. Der Weg führt durch ein wunderschönes Viertel und dann direkt an der Hafenpromenade entlang. Von dort aus kann man mit einem Taxi bequem zum nächsten Ziel fahren.
Fast direkt beim Tunnel von Leme befindet sich das Rio Sul Shoppingcenter. Geht man die Rua Lauro Müller auf dessen Rückseite entlang, sieht man auf der linken Seite die Mauer eines Geländes der UFRJ. Hier finden relativ regelmäßig größere Feste statt. Das Studentenleben konzentiert sich relativ nahe, einfach die Straße bis zur Kurve vorlaufen, geradeaus durch ein Tor und dann vor dem eigentlichen Tor des CBPF links abbiegen. Alternativ kann man eine Busstation nach dem Rio Sul aussteigen und durch das Unigelände gehen. Jeden Donnerstag während der Vorlesungszeit gibt es hier einen gut besuchten Samba.


