Technische Geräte (Laptop, Handy)
Die meisten Steckdosen sind auf 110 oder 127 Volt ausgelegt, nur sehr vereinzelt finden sich auch 220 Volt. Die Steckdosen selbst sind zum Teil mit deutschen Steckern kompatibel, amerikanische "Schlitze" sind jedoch wahrscheinlicher. Für den Laptop und viele Ladegeräte brauchen Sie nur einen einfachen Steckadapter und keinen Transformator.
Deutsche Mobiltelefone funktionieren problemlos, Sie müssen kein Gerät teuer vor Ort erwerben. Eine Prepaid-SIM (SIM com plano pré-pago) der großen Anbieter Oi, TIM oder Vivo reicht. In jedem Shoppingcenter finden sich Läden dieser Anbieter. Sie benötigen eine brasilianische Steuernummer (CPF) um eine Prepaidkarte zu kaufen. Die CPF können Sie schon in Deutschland bei der brasilianischen Botschaft beantragen. Der Beleg der Botschaft, daß die Nummer beantragt wurde, reicht eventuell auch aus, falls Sie die eigentliche CPF (auf einer Plastikkarte) in Brasilien noch nicht abholen konnten. Wichtig: machen Sie eine Sicherheitskopie des Telefonbuches des deutschen Mobiltelefons für den Fall, das dieses geklaut wird.
Leider ist Telefonieren in Brasilien teuer - über VOIP-Abieter und Skype kann man billiger von Deutschland ins Handynetz von Rio telefonieren, als mit dem Handy in Rio selbst. Telefonieren innerhalb Brasiliens ist nicht so einfach, wie in Deutschland. Mobiltelefonnummern haben das generelle Format Ortsvorwahl-8xxxxxxx oder Ortsvorwahl-9xxxxxxx, in Rio also beispielsweise 21-8xxxxxxx. Innerhalb von Rio können Sie die 21 weglassen. Ein Anruf nach São Paulo (Vorwahl 11) mit einer Prepaidkarte erfordert eine zusätzliche Wahl des Netzanbieters für Ferngespräche (die Optionen hierfür: 21, 31 oder 41) vor der Ortsvorwahl und Nummer. Beispiel für Rio->SP von Rio aus: 31-11-8xxxxxxx. Für SP->Rio von SP aus: 21-21-9xxxxxxx.
Jegliche Computertechnik, Digitalkameras, Audio/Videogeräte sind etwa doppelt bis dreifach so teuer wie in Deutschland. Die Einfuhrsteuer beträgt bis zu hundert Prozent, sodaß viele Laptops in den USA gekauft und schwarz importiert werden. Ein Ipod Nano kostete in Deutschand bei Veröffentlichung 250 Euro, in Rio jedoch 1800 Real (zu dieser Zeit etwas mehr als 600 Euro). Falls Sie also noch Gastgeschenke suchen, fragen Sie einfach nach was mitgebracht werden kann. Firmen wie IBM, HP und Apple bieten weltweiten Service und Garantie für ihre Produkte an. Die feuchte salzhaltige Luft macht Computern sehr zu schaffen, bei kurzen Aufenthalten stellt dies aber kein Problem dar.
Hardware kann man in Rio im Edifício Central in der Avenida Rio Branco 156 (Centro) vergleichsweise günstig erwerben. In diesem Shoppingcenter gibt es eine Unmenge von kleinen Läden spezialisiert auf Hard- und Software. Die Preise sollten vor dem Kauf unbedingt verglichen werden, da selten Preisschilder existieren und man als "gringo" aus Unwissenheit nach der Händlerkalkulation gerne mehr bezahlt. Aktuelle Hardware, wie zum Beispiel Laptops, Mainboards und CPUs selbst gängiger Marken, ist Mangelware. Auch bewährtere alte Hardware findet man eher selten, es dominieren billige Importe aus Paraguay mit eher zweifelhaften Eigenschaften.
